Änderung des Familiennamens

Es gibt unzählige Gründe für die Änderung eines Familiennamens. Jedes Gesuch ist einzeln zu prüfen, daher können keine allgemein verbindlichen Aussagen über die Erfolgschancen einzelner Fälle gemacht werden. Wir beschränken uns hier auf die häufigsten Fälle, die wir zu behandeln haben.

Die Schreibweise soll geändert werden

Beispiel: Meier zu Meyer

Die Änderung der Schreibweise eines Familiennamens ist möglich, wenn die Gesuchstellenden den Gebrauch dieser Schreibweise über längere Zeit, mindestens zwei Generationen nachweisen können.

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Schriftliches Gesuch in Briefform mit Antrag und Begründung
  • Wohnsitzbestätigung der Gemeinde
  • Familienschein (erhältlich beim Zivilstandsamt der Heimatgemeinde)
  • Unterlagen, die nachweisen, dass bereits zwei bis drei Generationen zurück der Name in dieser Schreibweise gebraucht wurde.

Namensänderung für Kinder

Voraussetzung einer Namensänderung ist das Vorliegen achtenswerter Gründe. Es können moralische, seelische, aber auch wirtschaftliche oder administrative Gründe zur Bewilligung einer Namensänderung führen. Beim Entscheid wird die persönliche und familiäre Situation der Gesuchstellenden mitberücksichtigt. Die geltend gemachten Gründe dürfen weder rechtswidrig, missbräuchlich noch sittenwidrig sein. Sie müssen für die Namensänderungsbehörde verständlich und nachvollziehbar sein. Das bedeutet somit nicht, dass jede Person ihren Namen nach Wunsch ändern kann. Insbesondere sind die Gründe für die Namensänderung glaubhaft zu machen und soweit möglich zu belegen. Für eine Namensänderung ist eine Interessensabwägung vorzunehmen.

Werden Kinder von der Namensänderung betroffen, ist vor allem auf das Kindeswohl Rücksicht zu nehmen. Weiter sind die von der Namensänderung tangierten öffentlichen und privaten Interessen zu prüfen. So wird auch den nicht sorgeberechtigten Eltern von minderjährigen Kindern das rechtliche Gehör gewährt, d.h. sie können zur beantragten Namensänderung Stellung nehmen.

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Schriftliches Gesuch in Briefform mit Antrag und Begründung
  • Wohnsitzbestätigung der Gemeinde
  • Familienschein (erhältlich beim Zivilstandsamt der Heimatgemeinde)
  • Stellungnahme derjenigen Person, deren Familienname das Kind bisher trägt bzw. des nicht sorgeberechtigten Elternteils
  • Stellungnahme derjenigen Person, deren Familienname angenommen werden soll
  • Kopie Scheidungsurteil
  • Stellungnahme des Kindes, wenn es urteilsfähig ist (d.h. wenn es selbst eine Meinung zur Namensänderung vorbringen kann, d.h. grundsätzlich ab dem 10. Altersjahr), ab 12 Jahren ist die Zustimmung des Kindes zwingend.
  • Unterlagen (z.B. eigene Schilderungen, Stellungnahmen von Lehrern, Familienangehörigen, den Betroffenen, Gutachten von Fachpersonen, etc), die den Nachweis erbringen, dass ein Grund für die Namensänderung vorliegt.